Vortrag
Homöopathie und der strukturelle Wandel des Gesundheitssystems in den kommenden Jahrzehnten - ein Szenario mit Mitteln der Gestaltenden Zukunftsforschung
Gestaltende Zukunftsforschung fragt nicht nur nach laufenden Trends und systemischen Langfristentwicklungen; sie zielt darauf ab Handlungsoptionen für Zukunftsgestaltung zu erarbeiten und Wege aufzuzeigen, diese zu realisieren.
Das deutsche Gesundheitssystem droht in den kommenden Jahrzehnten noch wesentlich mehr in Krisensituationen zu laufen, als dies in der jüngeren Vergangenheit bereits der Fall war. Dies liegt nicht zuletzt an seiner "medizinisch" einseitigen Ausrichtung an einem, nach heutiger Erfahrung, zu eng angelegtem "materialistischem Menschenbild" sowie an den sich verschiebenden Krankheitsbildern und der sich wandelnden Altersstruktur der Bevölkerung. Sachinnovationen und strukturelle Reformen stehen an. Sie werden in Zukunft von der Bevölkerung als dem Adressaten des Gesundheitssystems in verstärktem Maße erwartet und eingefordert werden.
Die Homöopathie kann dem Gesundheitssystem tief greifende Reformimpulse geben und zu einer von dessen tragenden Säulen werden. Bevor dies jedoch Realität werden kann, steht sie jedoch selbst vor der Herausforderung das Menschenbild, auf das sie ihre Funktionsweise gründet, klar zu artikulieren und gesellschaftlich deutlich zu machen sowie ihr Tun auf eine zukunftsfähige wissenschaftliche Grundlage zu stellen. Letzteres wird allerdings kaum allein auf dem paradigmatischen Boden geschehen können, auf dem die heutige Schulmedizin ankert.
Die Homöopathie hat das Potenzial, die auf sie zukommenden Herausforderungen zu bestehen.
Prof. Dr. Arnim Bechmann
Zukunfts-Zentrum
Postfach 1413 - 30884 Barsinghausen
E-Mail: info@zukunfts-zentrum.de
www.zukunfts-zentrum.de
Tel.: 0 51 05 / 512 29 29
Fax: 0 51 05 / 51 64 87
Zeit: Sonntag, 03. Oktober 2010 von 12.00 Uhr bis 13.00 Uhr
Über den Referenten
Prof. Dr. Arnim Bechmann
- Koordination, Gestaltung, Durchführung und Leitung von Forschungsprojekten, so z. B. zur Landschafts- und Raumplanung, zur Umweltpolitik und zur Umweltverträglichkeitsprüfung sowie zum Ökologischen Landbau, zum Biomanagement mit Transmaterialen Katalysatoren, zur Nachmaterialistischen Naturwissenschaft, zum Gestaltenden Wissensmanagement und zum Wissensbasierten Handlungsmanagement
- Weiterentwicklung von EDV-gestützten Fachinformationssystemen zu Computerbasierten Wissensnetzwerken und zu arbeitsanleitenden Computergestützten Assistenz-Systemen (Business-Software der 2. Generation)
- Buch- und Zeitschriftenveröffentlichungen, so z. B. Bücher zur Planungstheorie und Planungsmethodik, zur Umweltpolitik und zur Umweltverträglichkeitsprüfung sowie zum Ökologischem Landbau, zum Wissensmanagement und zur Nachmaterialistischen Naturwissenschaft
- Workshops, Seminare, Vorlesungen und Trainee-Ausbildungen zu Planungstheorie und -methodik, Umweltressourcenmanagement, Systemanalyse und Umweltfolgenabschätzung, C.A.S.-basiertem Management der Umweltverträglichkeitsprüfung, Biomanagement mit Transmaterialen Katalysatoren und Nachmaterialistischer Naturwissenschaft
Geboren am 26.11.43, verheiratet, zwei Söhne, drei Enkelkinder
1964 | Abitur am Matthias-Claudius-Gymnasium in Gehrden |
1964 - 69 | Studium der Mathematik, Physik und Volkswirtschaftslehre in Göttingen; Abschluss als Diplom-Mathematiker |
1971 - 74 | Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Finanzpolitische Forschung der FU Berlin |
1974 - 79 | Akademischer Oberrat für Planungstheorie und -methodik am Institut für Landschaftspflege und Naturschutz der TU Hannover |
1975 | Promotion zum Dr. rer. pol. an der FU Berlin |
1977 | Habilitation für „Planungstheorie und Planungsmethodik“ an der TU Hannover |
1978 - 79 | Senior Consultant in einem Managementtrainingsprojekt am NPC / Neu Delhi |
1979 - 2008 | Professor am Institut für angewandte Landschaftsökonomie der TU Berlin |
1979 - 91 | Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der Gesellschaft für Ökologie |
1980 - 83 | Vorstand / Vorstandssprecher des ÖKO-Instituts / Freiburg |
1982 - 83 | Sprecher der Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute (AGÖF) |
1982 - 88 | Mitglied der „Sozioökonomischen Kommission der Weltförderation der Wissenschaftler“ |
1982 - 90 | Geschäftsführender Direktor des Instituts für Landschaftsökonomie der TU Berlin |
1983 - 02 | Vortragsreisen nach bzw. Gastdozenturen in den USA, in Mexiko, Kolumbien, China, Korea, Japan und in der Türkei sowie Kooperationsprojekte zum ökologischen Wissenstransfer in Mexiko, in Korea und in der Türkei |
seit 1983 | Mitglied des Kuratoriums des Öko-Institutes/Freiburg |
1985 / 86 | Gründer des SYNÖK-Instituts und des Zukunfts-Instituts in Barsinghausen, seither deren Direktor |
1989 - 1998 | Beiratsmitglied der Zeitschrift „Ökologische Briefe“ und der URANIA/Berlin |
seit 1989 | Aufbau eines Forschungs- und Bildungsbereiches für Nachmaterialistische Naturwissenschaft am Zukunfts-Institut / Barsinghausen |
seit 1995 | Einrichtung eines Forschungsbereichs zur Technologie Transmaterialer Katalysatoren am Zukunfts-Institut |
seit 1995 | Ausbau des SYNÖK-Instituts zu einer Forschungsstelle für Konzepte, Methoden und Arbeitsinstrumente des Wissensbasierten Handlungsmanagements |
seit 2006 | Aufbau eines thematischen Verbundsystems von internetgestützten Orientierungswerkstätten (Orientierungsnetzwerk - Paradigmensprung) |
